Gießhalle und Hochofen
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Aktuelles


1769 – 2019: 250 Jahre Sayner Hütte
Eröffnung des neu inszenierten Hochofentraktes
Mitgliederversammlung des Freundeskreises am 4. April 2019

Sehr geehrte Freunde und Förderer!

Das Jahr 2018 hat das Denkmalareal Sayner Hütte ein entscheidendes Stück nach vorne gebracht. Die umfassenden Maßnahmen zur Umgestaltung und Inszenierung des Hochofentraktes gehen ihrem Ende entgegen. Nach Fertigstellung wird sich dem Besucher von Gießhalle und Hochofen ein völlig neues Raumgefühl eröffnen. Mit Darstellungen und vielfältigen Informationen werden die technischen Abläufe und ursprünglichen Funktionen vermittelt und erlebbar gemacht. Eine weitere große Investitions- und Baumaßnahme, gefördert im Rahmen der Bundesförderung „Nationale Projekte im Städtebau“, findet damit ihren Abschluss. In diesem Zusammenhang bedanken wir uns ganz besonders bei den Beschlussgremien der Stadt Bendorf für zukunftsweisende Entscheidungen zur Entwicklung des herausragenden Denkmals der langen Industriegeschichte unserer Stadt und bei Bürgermeister und Stadtverwaltung für das positive Zusammenwirken bei unserem Engagement für den Erhalt der Sayner Hütte als Wahrzeichen der Industriekultur.

Das Jahr 2019 ist auch ein Jubiläumsjahr für die Sayner Hütte. Durch Kurfürst Clemens Wenzeslaus 1769 gegründet, kann die Eisengießerei im wasserreichen Sayntal auf eine  250jährige wechselvolle Geschichte zurückblicken. Der Freundeskreis wird die Thematik im Rahmen seiner Schriftenreihe beleuchten und bereitet in Zusammenarbeit mit der Historikerin Dr. Hildegard Brog  einen entsprechenden Band vor, der in 2019 erscheinen soll.

Derzeit plant die Stadt Bendorf die Eröffnung der touristischen Saison im Jubiläumsjahr der Sayner Hütte zusammen mit der feierlichen Präsentation des neu inszenierten Hochofentraktes im März 2019. Gleichzeitig dürfen wir alle gespannt sein auf die neue Ausstellung, die auf der Galerie der Krupp’schen Halle ab 2019 die Historie der Sayner Hütte abbilden wird. Die Dokumentation schließt eine bisherige Lücke im Besucherangebot.

Wichtige Termine:

Zur nächsten Mitgliederversammlung des Freundeskreises laden wir schon heute sehr herzlich für
Donnerstag, 4. April  2019,  19 Uhr,  Krupp’sche Halle, Denkmalareal Sayner Hütte,
ein und bitten um Vormerkung des Termins. Der Freundeskreis stellt seine Planungen vor. Gleichzeitig stehen Geschäftsbericht und Neuwahlen des Vorstandes auf der Tagesordnung. Seitens der Stadt Bendorf wird  bei der Mitgliederversammlung über die weiteren Investitionsvorhaben auf dem Denkmalareal informiert.

Am Samstag, dem 11. Mai 2019, findet auf der Sayner Hütte der „Tag der Städtebauförderung“
statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung gibt es Besichtigungen
der Investitionsbereiche mit Bauherrn und Architekten sowie Informationen zu den Fördermaßnahmen.

Am Sonntag, 8. September 2019, ist der „Tag des offenen Denkmals“. Da im nächsten Jahr am gleichen Wochenende das Burgen- und Parkfest in Sayn stattfindet, hat der Freundeskreis sein traditionelles Hüttenfest auf
Freitag, 18. Oktober 2019, 18 bis 22 Uhr, gelegt.
Schon heute freuen wir uns, dieses Fest im Kreise unserer Mitglieder, Förderer und vieler interessierter Bürgerinnen und Bürger feiern zu können.

 

Die Arbeiter der Sayner und der Mülhofener Hütte”
Neuer Band zur Schriftenreihe der Sayner Hütte
Der Vorstand des Freundeskreises Sayner Hütte freut sich, dass noch vor Weihnachten Band  4 der von ihm begründeten „Schriftenreihe zur Sayner Hütte“ im Buchhandel lieferbar ist. Der Titel des Buches lautet: „Die Arbeiter der Sayner und der Mülhofener Hütte in Bendorf/Rhein 1815 bis 1914.“.

Umschlag Anne Höndgen

Anne Höndgen verfolgt in ihrer Magisterarbeit von 1991 die Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeiter der Sayner und der 1856 erbauten Mülhofener Hütte während eines Jahrhunderts. Für die preußische Zeit war es von besonderer Bedeutung, dass die Sayner Hütte einen Musterbetrieb darstellte, zu dessen Aufgaben auch die Förderung neuer Produktionswege und Ausbildungsformen gehörte. Gegen Ende dieser Epoche begann allerdings das Bangen um den Erhalt der Arbeitsplätze. Soziale Absicherung entstand ganz zaghaft und allmählich. Sie wurde in der Krupp’schen Zeit weiter ausgebaut. Anne Höndgen hat auf der Basis umfangreicher Archivarbeit und Auswertung von Fachliteratur ein Buch geschaffen, das es verdient, einem größeren Leserkreis geöffnet zu werden.
Für die Druckausgabe wurde der Text unter Mitwirkung von Dietrich Schabow bearbeitet und aktualisiert sowie mit zahlreichen Abbildungen versehen.